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Belegt kritisch
Avocado
In Michoacán, wo der Großteil der mexikanischen Produktion herkommt, wuchs die Anbaufläche zwischen 1993 und 2023 um 168 Prozent, während die Waldbedeckung um 59 Prozent zurückging. Der Wasserfußabdruck liegt bei rund 1.425 Kubikmetern je Tonne — in einer Region mit sinkenden Wasserreserven.
Dazu dokumentierte kriminelle Strukturen: illegale Wasserreservoirs, Landnahme, Kartellkontrolle. Europäische Bio-Ware aus Spanien oder Portugal ist im Winterhalbjahr die weniger belastete Variante.
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Belegt kritisch
Cashew
Die Schale enthält eine ätzende Flüssigkeit. Beim händischen Schälen — überwiegend durch Frauen in Indien und Vietnam — kommt es zu schweren Verätzungen. Eine Untersuchung fand, dass 86,6 Prozent der Arbeiterinnen mindestens einmal betroffen waren.
Nur etwa drei Prozent des Weltmarkts sind fair zertifiziert. Hier ist die Zertifizierung ausnahmsweise der entscheidende Hebel — nicht die Herkunft.
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Teils belegt
Kokos und die Affenfrage
Dass in Thailand Affen zur Kokosernte eingesetzt werden, ist dokumentiert. Über das Ausmaß gehen die Angaben weit auseinander — ein unabhängiger Fachmann schätzt rund 3.000 Tiere, rückläufig von etwa 15.000 vor fünfzehn Jahren; die thailändische Regierung bestreitet eine industrielle Verbreitung.
Betroffen ist vor allem thailändische Kokosmilch aus der Dose. Ware aus den Philippinen, Sri Lanka, Indien oder Vietnam ist davon nicht betroffen. Der eigentlich große Punkt ist die Armut der Erzeuger: In den Philippinen leben rund 60 Prozent der Kokosbauern unter der Armutsgrenze.
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Differenziert
Mandeln und der Wasser-Mythos
Der oft zitierte Satz, Mandeldrink brauche siebzehnmal mehr Wasser als Kuhmilch, ist irreführend. Pro Liter Endprodukt verbraucht Mandeldrink nach Daten des Water Footprint Network weniger Wasser als Kuhmilch, und beim Treibhausgas ist er klar günstiger.
Das reale Problem ist nicht die Gesamtmenge, sondern blaues Wasser in einer Dürreregion: Rund 80 Prozent der Weltproduktion stammen aus Kalifornien. Dazu die Bienenwanderung — jährlich werden 1,5 bis 1,6 Millionen Völker zur Blüte dorthin transportiert.